Lowcost-Zusatzakku fürs Smartphone – nichtmal 3 €!

01.12.2012

Für unter 3 Euro Zusatzakku fürs Smartphone

Smartphones werden schneller, größer, multimedialer, hochauflösender, eine wahre Explosion der Superlative. Und dennoch, die Akkulaufzeit, da trauere ich irgendwie dem alten Nokia 3310 hinterher, wo auch mal 10-14 Tage ohne Steckdose drin waren, eine Woche aber eigentlich IMMER!

Gut, täglich das Handy laden ist nicht ganz so umständlich (wenn auch stromverschwenderisch), aber auch auf langen Radltouren behindert die Akkuproblematik ab und an das vollständige Aufzeichnen der Runde, mehr als schon einmal stand ich nach 3-4 Stunden ohne weiteres Tracking und Navigation mitten in der Pampa.

Damit das nicht mehr passiert habe ich mir nach kurzen Überlegungen einen „portablen Zusatzakku“ gebastelt, den auch ihr mit minimalem Kostenaufwand realisieren könnt.

Nahezu allen Smartphones ist gemein dass sie sich per USB-Verbindungskabel laden lassen. Bei manchen dauert es dann etwas länger(weniger Gesamtstrom, der am Handy ankommt), aber es funktionert zuverlässig. Die USB-Spezifikation geht von einem Spannungswert von 4,5V bis 5V aus. Auf diesem Fakt basierend nahm ich 4 Akkus (4*1,2V = 4,8V) zur Hand und baute eine Reihenschaltung auf.

Als minimal elektronik-affiner Mensch kann man mit diesem simplen Gedanken bereits aufhören zu lesen und sich seine Schaltung selbst zusammenbasteln. Der Praktikabilität halber wollte ich aber auf solch eine Selbstbaulösung verzichten, die wahrscheinlich recht fragil und unnötig klobig ausgefallen wäre.


Nach einem ersten Versuch eine Schachtel in der man Eneloops-Akkus erwirbt umzubauen, der in viel unnütz zerschmolzenem Plastik endete, durchforstete ich die üblichen Elektronikshops und stiess auf sog. „Batteriehalter„. Wenn hier Batterien eingelegt werden sind diese bereits in Reihe verschalten, so dass lediglich die beiden Pole des USB-Kabel angelötet werden müssen, eine minimale Frickelei also nur! Für das bei mir verwendete Samsung Galaxy S3 habe ich folgende Produkte erworben:

Da ich davon ausgehe dass ihr wohl noch irgendwo Akkus rumkullern habt, sind diese in Klammern aufgelistet. Ich brauchte mal wieder neue. Ich verwende die Eneloops ehrlichgesagt überall, wo ich viel Power brauche, ob Fernbedienung, Fahrradlicht, Festnetztelefon, alle werden mit den weißen Wunderzellen betrieben!

Es ist selbstverständlich ebenso möglich, statt AA-Batterien die noch etwas kleineren AAA´s zu verwenden. Die haben dann allerdings auch weniger Kapazität.

Hier mal ein größenvergleich der AA- bzw AAA-Halter:

Nachdem ihr alle Teile zusammenhabt, schneidet ihr dass Ende mit dem normalgrossen USB-Stecker weg und de-isoliert die 4 USB-Leitungen auf 3-4 cm. Fürs Stromaufladen sind nur 2 Adern nötig, die rote und schwarze, weiss und grün kürzt ihr bis zum Ende eures abisolierten Kabels, die dienen lediglich zur Datenübertragung am PC(siehe USB Standard).
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Schwarz an den außen-, rot demnach an den innen liegenden Druckknopf anlöten(nicht zu lange erhitzen, die Metallöse frisst sich recht schnell durch das Plastik) und die Funktion testen. Wenn der Stromkreis geschlossen ist, alles schön isolieren. Mit etwas Kreativität kann man das ganze sicher noch schön verpacken, mir reicht es so vollkommen aus. Das wars!

Genial einfach, hilft mir dass Ding auch lange Touren mit dem Rennrad oder zu Fuß zu tracken, und erleichtert mich um den Gedanken, mir an langen Tagen zu sehr einen Kopf um die nächste Steckdose machen zu müssen.

Meine Eneloops haben bei 4*1,2V = 4,8V eine Kapazität von  1900mAh, der Akku des Galaxy S3 hat bei 3,8V eine Kapzität von 7,98 kWh, also ca. 2100mAh. Letzendlich hat man damit also eine vollständige Akkuladung fürs Handy mehr in der Tasche was bei nichtmal 3,-€ Kosten ein für mich sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ist.

 

PS: Hiermit mache ich meinen Akku immer so schnell leer ;-)